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AfD: Mut - Wahrheit – Heimat

Altbekanntes im neuen Gewand

 HFB-08-08-16

 

Die AfD tritt in verschiedenen Kommunen des Landkreises Cloppenburg an. Die Hinweise mehren sich. Immer mehr Plakate hĂ€ngen vor Ortseinfahrten oder in Ortsdurchfahrten. Die AfD ist unĂŒbersehbar. Besonders ihre Wertetrikolore Mut - Wahrheit – Heimat.

AFD-Plakat-16-01b

Bild: Privat

Was aber ist genau gemeint? Heimat verliert doch nicht dadurch an Lebenswert, weil man in viele fremde Gesichter schaut. Ist es nicht vielmehr so, dass das, was Heimat ausmacht, von vielen UmstĂ€nden abhĂ€ngt? Dort, wo keine Luft zum Atmen ist, kann die Heimat nicht sein. Und wenn die UmstĂ€nde Heimat nicht zulassen, weil vermehrt prekĂ€re Löhne, Ängste um die ArbeitsplĂ€tze oder Verarmung drohen, dann kann es doch nicht nur an den fremden Gesichtern liegen, in die man schaut.  

Die UmstĂ€nde sind geprĂ€gt dadurch, dass das reichste Prozent der privaten Haushalte in Deutschland ein Drittel des Gesamtvermögens besitzt, wĂ€hrend die Mehrzahl des großen Restes so gut wie kein Vermögen vorweisen kann. Jeder FĂŒnfte gilt als armutsgefĂ€hrdet. Die UmstĂ€nde sind nicht vom Himmel gefallen. Vielmehr sind sie politisch vorstrukturiert!

 Und ist es nicht die Wahrheit, dass zu viele dieser UmstĂ€nde das HeimatgefĂŒhl völlig auslöschen? Dass sich viele heimatlos fĂŒhlen, aber keinen direkt Verantwortlichen dafĂŒr sehen? Die Wahrheit der AfD ist, dass sie den Konkurrenzkampf zwischen Arm und Reich umgedeutet hat zu einem Kampf zwischen der eigenen, zivilisierten Kultur und der vermeintlich minderwertigen Kultur und Religion der anderen.  Nun ist der Feind am Ort sichtbar. Er ist von der AfD ausgemacht und nicht mehr abstrakt. Es kann konkret zur Sache gehen. Wenn es beliebt, auch mit körperlicher Gewalt!

Des Weiteren stellt die AfD nun wirkliche keine einzigartige Alternative dar.  Sie unterscheidet sich nicht von den meisten anderen Parteien, wenn es z. B. um den Abbau des Sozialstaates geht. Das finanzpolitische Programm begĂŒnstigt weiterhin die Wohlhabenden, mit einem niedrigeren Steuersystem. Aktuell medienwirksam aufgegriffen von CDU/CSU und SPD, um der AfD den Wind aus den Segeln zu nehmen.  

FĂŒr AfD und etablierte Parteien gilt weiterhin das Prinzip der Privatisierung. So sind es dann die Privaten mit außerordentlichem Vermögen, die sich mit Straßenbauten eine goldene Nase verdienen, wĂ€hrend die Öffentlichkeit am Ende in die Röhre gucken wird. Ein Beispiel von vielen ist der Ausbau der E 233 nach dem PPP-Modell. Dieser wird dem Steuerzahler noch teuer zu stehen kommen. Nach eigenem Wahlprogramm sind hohe Renditegarantien ebenfalls das Ziel der AfD. Sie lassen sich nur ĂŒber die massive Absenkung von Löhnen erzielen. Politisch abgesegnet durch CDU/CSU, FDP, SPD und GRÜNE.

Wird die öffentliche Kritik an der Umverteilung von Unten nach Oben allzu laut, dann mĂŒssen Mindestlohn, Mietpreisbremse oder Rentenanpassung herhalten. Vom EDEKA-TENGELMANN-Deal ganz zu schweigen! Stellen sie doch Aktionen dar, die in diesem Zusammenhang den Zweck von Nebelkerzen erfĂŒllen, um öffentliche Ruhe zu vermitteln.

Aber die Zeiten sind vorbei, dass die Verabreichung solcher Dosen wirkt. Denn immer mehr Menschen wird es klar, dass der Niedriglohnsektor, Abschaffung des sozialen Wohnungsbaus oder der Eigenheimzulage der Agenda 2010 geschuldet sind, die 2003 von Rot-GrĂŒn in Berlin beschlossen wurde und woran man sich heute immer noch vehement orientiert. Ohne Abstriche! Nicht nur das ist die Wahrheit.

Die AfD mag keine FlĂŒchtlinge. Hier ist sie ehrlich. Aber ist das Bekenntnis zur Willkommenskultur ĂŒberhaupt noch glaubwĂŒrdig, wenn CDU/CSU und SPD zulassen, dass tausende von FlĂŒchtlingen im Mittelmeer ertrinken?

Mut ist kein Etikett! Mut ist Ausdruck eines Handelns, das WiderstĂ€nde provoziert. Eigentlich wĂ€re UrsachenbekĂ€mpfung angesagt. Aber auch die AfD scheint schon jetzt im eigenen Saft zu schwimmen. Aber sie hĂ€lt still. Der Mut zur Erforschung der eigentlichen Übel fehlt ihr genauso wie den meisten ĂŒbrigen Parteien. Das gegenwĂ€rtige TagesgeschĂ€ft ist ihr wichtiger. Alles muss so weitergehen wie bisher! Es garantiert ihr am ehesten den politischen Erfolg. Das mit zielgerichteter Energie auf die instinktiven Reflexe der Menschen. Ein TagesgeschĂ€ft, welches allgemein politischer Natur ist. Insofern passt die AfD in das System, wie es tĂ€glich erscheint. Sie wird nur deswegen als gefĂ€hrlich eingestufte, weil die etablierten Parteien ihren lieb gewonnen Einfluss schwinden sehen!

Geblendete WĂ€hler werden es wie immer schnell merken, dass ihre Meinung am Ende nicht zĂ€hlt. Ihr Lebenswert wird sich sogar noch verschlechtern, denn schon sitzt CETA, das Handelsabkommen mit Kanada, in den Startlöchern. TTIP ist daher nicht mehr vollkommen ausgeschlossen. Es wĂŒrde durch die HintertĂŒr eingefĂŒhrt wird. Trotz gegenteiliger Behauptung im ihrem Parteiprogramm wird die AfD niemals den Mut aufbringen, diesen umstrittenen Handelsabkommen wirklich etwas entgegen zu setzen. Das ist der fehlende Mut zur Wahrheit, den die AfD schon im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 nicht aufbringen will.

Von wegen Mut. Von wegen Heimat. Von wegen Wahrheit. Nein, die AfD ist keine wirkliche Alternative! Sie ist etwas Altbekanntes im neuen Gewand. Sie ist Wahnsinn! Was sonst?

 

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