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In Cloppenburg gehen die Laternen aus

Petition an B├╝rgermeister wird erfolglos bleiben

17.08.2016

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Der Kommunalwahlkampf r├╝ckt zunehmend in das ├Âffentliche Stra├čenbild von Cloppenburg. Besonders die Hauptstra├čen zeigen eine Vielfalt von Plakaten, wie sie in vergangenen Jahren so noch nicht zu beobachten war. Es gibt Stra├čenverl├Ąufe, da ist jede Laterne mit mindestens einem Plakat behangen. Un├╝bersehbar sollte man meinen. Es bestehen jedoch Zweifel, ob der Werbeeffekt so ankommt, wie es sich Parteien und W├Ąhlergemeinschaften in Cloppenburg erhoffen. Je mehr desto besser und je gr├Â├čer, umso auff├Ąlliger, scheint die Divise der Chefplaner zu sein.

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Manche Stra├čenz├╝ge in Cloppenburg werden bereits von Plakaten der verschiedensten Parteien und W├Ąhlergruppen gepr├Ągt. Nichts geht mehr, au├čer der B├╝rgermeister l├Ąsst weitere Laternenmasten aufstellen.

Der Autofahrer sieht schon gar nicht mehr hin. Zu klein erscheinen Bilder, Grafiken und Schriften. Das aber w├Ąre schade! Kostet doch die Wahlkampfwerbung einzelnen Cloppenburger Parteien und W├Ąhler-gemeinschaften insgesamt bis zu 15.000 Euro.  Aber nur, wenn sie es sich leisten k├Ânnen.

Und die Finanzkraft der politischen Gruppierungen muss nichts mit der Qualit├Ąt ihres lokalpolitischen Auftretens oder ihres Wahlprogramms zu tun haben. Wenn sie letzteres ├╝berhaupt vorweisen k├Ânnen. 

Es gilt vielmehr, den W├Ąhler ├╝ber bestimmte visuelle Reize f├╝r sich, f├╝r die eigene Partei oder W├Ąhlergemeinschaft, zur Wahlurne zu locken. Niemals aber wurde gepr├╝ft, ob hierdurch nicht das Urteilsverm├Âgen der W├Ąhler in fahrl├Ąssiger Weise untersch├Ątz wird.

In Cloppenburg war Wahlwerbung schon immer so wie sie ist. Wenn auch nicht so intensiv. Aber so muss es auch immer bleiben. Das zumindest ist die Meinung der politischen Traditionalisten. Darauf kritisch einzugehen, f├Ąllt vermutlich schwer. Das Stra├čenbild k├Ânnte deutlich geordneter sein. Doch ein Plakatierungsabkommen fehlt bereits seit Jahren.  Die Parteien konnten sich einfach nicht darauf einigen. In Ahlhorn z.B. gibt es eins! Das Stra├čenbild dort macht einen deutlich besseren Eindruck! Die Wahlwerbung erscheint ├╝bersichtlicher und geordneter.

Nun gehen in Cloppenburg die Laternen aus! Zu viele Plakate tummeln sich und meinen, gesehen zu werden.  Ob im Rathaus bereits eine Petition an den B├╝rgermeister eingegangen ist, damit er zumindest in der Wahlkampfzeit mehr Laternen aufstellen l├Ąsst, ist fraglich.

Eine solche Petition wird wohl an der Geb├╝hrensatzung f├╝r stra├čenbauliche Ma├čnahmen scheitern. F├╝r die Kosten n├Ąmlich m├╝ssten nicht die Parteien, sondern die Anlieger aufkommen. Da die Anlieger potenzielle W├Ąhler sind,  m├Âchte man es sich mit ihnen nicht verderben. Mehr Laternenmasten wird es also nicht geben!  Zumindest zur Zeit nicht. Nach der Wahl kann das schon wieder anders aussehen.

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