slogan_bot-b
Leiste-H-01
IBC-Wahl-Logo-16-10cklein

_______________________________________________________________________________

Wahlkampf im Zeichen von

SOLI DEO GLORIA?

HFB-16-08-07

 

Die Frauenunion Kreisverband Cloppenburg, deren Mitglieder in der Regel der CDU angeh├Âren, ist Teil der CDU. Die Frauenunion geht nun mit der Veranstaltung Perspektiven f├╝r das kulturelle Leben im Oldenburger M├╝nsterland laut Pressemitteilung  in den Wahlkampfendspurt. Somit handelt es sich zweifelsfrei um eine Wahlkampfveranstaltung der CDU. Ort: Kulturbahnhof Cloppenburg!

MT-CDU-Wahlkampfhilfe-16-01b

Als Referent geladen ist der gesch├Ąftsf├╝hrende Direktor der Katholischen Akademie und Heimvolkshochschule e.V. in Stapelfeld. Bereits im Vorfeld dieser Veranstaltung weisen Kritiker auf ein geh├Âriges ÔÇ×Geschm├Ąckle“ hin, welches in der Luft liegt. Waren der katholischen Einrichtung doch regelm├Ą├čig finanzielle Zusch├╝sse aus Steuergeldern sicher, f├╝r deren Zuteilung sich die CDU stark machte. ├ťber Jahrzehnte hinweg mit den Stimmen einer Mehrheitspartei.

Der Verdacht, ob sich die mittlerweile arg ramponierte CDU den Verdienst m├Âglicher Lorbeeren sichern will, sei dahingestellt. Die verhohlene Suggestion zumindest, andere Mehrheitsverh├Ąltnisse f├╝hrten zur K├╝rzungen oder Abschaffung dieser Zusch├╝sse, entbehrt jeder Grundlage!

Und eine weitere Ungereimtheit ist zu nennen: Kultur, ob gelebt oder nicht, ist kein wertneutraler Begriff an sich. So gesehen ist es nicht verboten, ihn aus dem katholischen Blickwinkel zu definieren. Der aber ist nach g├╝ltigem Kirchenrecht auf die Gl├Ąubigen bezogen und nicht auf die Ungl├Ąubigen, die den Anspruch des einzig wahren Glaubens nicht erf├╝llen. Es sei denn, sie lie├čen sich bekehren! Das katholische Wertesystem verlangt die Ausrichtung auf Gott mit der Maxime SOLI DEO GLORIA, Gott allein zur Ehre. Alles andere w├Ąre au├čerhalb des kirchengesetzlichen Rahmens und als Ausdruck von s├╝ndiger Unkultur dem Teufel zuzuschreiben. Dass der Referent der katholischen Akademie letztendlich nur der Anwalt nach Kirchenrecht sein kann, liegt auf der Hand.  Ist auch nicht verboten!

Doch die Kulturpolitik ist der s├Ąkularen Ausrichtung mit einem sehr weltoffenen Kulturbegriff verpflichtet. Eingefordert durch das Grundgesetz. Hier hei├čt es nach Artikel 3.: Niemand darf wegen (…) seines Glaubens, seiner religi├Âsen (…) Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Demnach sind extreme Weltanschauungen -ob man sie mag oder nicht- kein Tabu: Hierzu geh├Âren u.a. die kulturellen Ausdrucksformen der franz├Âsischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo  oder die Satanischen Verse von Salman Rushdie.

Der KULTURBAHNHOF Cloppenburg z.B. steht f├╝r Weltoffenheit, f├╝r Demokratie und f├╝r das S├Ąkulare an sich. Vom demokratisch gew├Ąhlten Rat der Stadt Cloppenburg beschlossen. Vom Verein Kulturforum Cloppenburg e.V. getragen. Da KULTURPOLITIK im Zeichen des demokratischen Wahlkampfs nur immer eine weltoffene sein kann, er├╝brigt sich der einseitige Blickwinkel. Kultur darf von keiner Religion vereinnahmt werden. Auch nicht dem Anschein nach! Somit w├Ąre es f├╝r die Veranstalter die Pflicht gewesen, einen Referenten einzubestellen, der unabh├Ąngig ist und vorzugweise den s├Ąkularen Staat vertritt und nicht die Amtskirche!